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  • Stefan Hartmann

Ungesättigte Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 (Teil I)

Ungesättigte Fettsäuren sind für den Menschen essenziell da diese nicht von unserem Körper hergestellt werden können. Unter den ungesättigten Fettsäuren stellt die Gruppe der Omega3-und Omega-6-Fettsäuren die wohl bekannteste Form dar. Diese beiden Fettsäuren agieren in unserem Körper als Gegenspieler wobei Omega-3 entzündungshemmend und Omega-6 entzündungsfördernd wirkt.

Das Verhältnis der beiden Fettsäuren zueinander sollte im Optimalfall 1:1 betragen. In unserer heutigen Ernährungs- und Lebensweise ist das Verhältnis aber 15-25:1 zugunsten der Omega-6- Fettsäuren. Dies liegt hauptsächlich unter anderem daran, dass Omega-6-Fettsäuren kostengünstiger und einfacher verfügbar sind. Neben der Entzündungsförderung und Entzündungshemmung haben Omega-Fettsäuren noch zahlreich wichtige Funktionen im Körper. So ist Omega-3 an der Herstellung von Hormonen, am reibungslosen Ablauf des Stoffwechsels und an der Funktionsfähigkeit des Immunsystems beteiligt.


Omega-6-Fettsäuren

Auch wenn Omega6-Fettsäuren Entzündungen fördern sind diese für den Körper wichtig und essenziell. Denn Entzündungen sind nicht nur „schlecht“ und „böse“, sondern Teil der Immunreaktion. Diese Immunreaktionen schützen uns vor Viren und Bakterien und sind an der Reparatur von beschädigtem Gewebe beteiligt. So zum Beispiel bei der Mikrotraumatisierung des Muskelgewebes, besser bekannt als Muskelkater. Dort kommt es aufgrund einer Überlastung zu feinen Rissen innerhalb des Muskelgewebes. Durch eine akute Entzündungsreaktion wird das Muskelgewebe wiederhergestellt bzw. durch den überschwelligen Reiz vom Sport sogar gestärkt.

Über die Ernährung nehmen wir Omega-6 hauptsächlich in Form von Linolsäure auf. Besonders Sonnenblumen-, Distel-, und Maiskeimöl sowie Samen, Nüssen und diverse Vollkornprodukten sind Träger von Omega-6-Fettsäuren. Aber auch billiges und konventionelles Fleisch hat einen hohen Anteil von Omega-6. Dies liegt an der Fütterung der Tiere, die hauptsächlich kein Gras, sondern Getreide aufnehmen.



Wichtige Funktionen der Omega-6-Fettsäuren

  • Bestandteil der Zellmembran

  • Vorstufen Blutdruck regulierender Substanzen

  • Beteiligt an Wachstums- und Reperaturprozessen



Die Umwandlung von Linolsäure und die daraus resultierende Wirkung im Körper
Die Umwandlung von Linolsäure und die daraus resultierende Wirkung im Körper


Omega-3-Fettsäuren

Wie bei der Omega-6-Fettsäure gibt es auch bei der Omega-3-Fettsäure viele bekannte Formen.

Die bekanntesten und wichtigsten sind die alpha-Linolensäure (ALA), die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA)

Wichtige Funktionen der Omega-3-Fettsäuren

  • Produktion von Hormonen

  • Eiweißsynthese

  • Zellstoffwechsel

  • Vermeidung von Entzündungen

  • Bildung körpereigene Abwehrzellen

  • Schutz vor Infektionskrankheiten

  • Senkt Blutfettwerte

  • Wirkt blutdruck-senkend

  • Schutz vor kardiovaskulären Krankheiten

  • beugt Thrombose vor

  • kann bei Depressionen & Stimmungsschwankungen helfen

  • verbessert Insulinsensivität

  • verbesserte Gehirnaktivität

Alpha-Linolensäuren (ALA)

Diese Omega-3-Fettsäure findet man hauptsächlich in pflanzlichen Produkten wie Leinöl oder Hanföl. Ebenso ist sie in Rapsöl und Walnüssen zu finden, wobei dort auch Omega-6-Fettsäuren in größeren Mengen zu finden ist.

Die pflanzlichen Alpha-Linolensäuren ist die einzige die als essenziel gilt. Denn diese Fettsäure wird im Körper zunächst in EPA und dann in DHA umgewandelt.

Die Umwandlungsrate liegt aber deutlich unter 10%, weshalb pflanzliche Omega3-Fettsäuren zwar erwünscht aber zur alleinigen Versorgung nicht geeignet sind.


ALA ist für den Körper essenziell da sie nicht nur, wenn auch in eine geringen Maße, in EPA und DHA umgewandelt wird sondern auch  die Umwandlung von Dihommo-gamma-Linolsäure in Arachidonsäure hemmt
ALA ist für den Körper essenziell da sie nicht nur, wenn auch in eine geringen Maße, in EPA und DHA umgewandelt wird sondern auch die Umwandlung von Dihommo-gamma-Linolsäure in Arachidonsäure hemmt

Eicosapentansäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA)


EPA hemmt Entzündungen auf Umwegen. Nämlich dadurch das sie die Umwandlung der Arachidonsäure in die Typ-2-Eicosanoide hemmt.

DHA hat hingegen eine direkt entzündungshemmende Wirkung.


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