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  • Stefan Hartmann

Zyklusbedingter Heißhunger

Du hast Lust auf Schokolade, Chips, Salzstangen, eigentlich auf alles was gut schmeckt, du aber eigentlich vermeiden bzw. reduzieren willst?

Kennst du dieses Phänomen, dass einmal im Monat mehr oder weniger wiederkehrt? Das dies an deiner Zyklusphase liegt ist allgemein bekannt, aber warum ist das so? Ich will mit dir gemeinsam diesem Phänomen genauer auf den Grund gehen. Denn wenn du verstehst warum diese Attacken entstehen wirst du Lösungen dafür finden.


Was steckt genau hinter Heißhungerattacken?

Frauen haben in der Prämenstrualen Phase einen erhöhten Kalorienbedarf von ca. 5% bis 10% was in etwa 100 bis 200kcal entspricht.

Bildlich dargestellt ist das ein kleiner Schokoriegel oder eine kleine Tüte Chips.

Östrogen, was in dieser Phase erhöht ist, vermindert

die Fähigkeit deines Körpers, Kohlenhydrate zu verbrennen d.h. für die Energiebereitstellung stehen weniger Khd zur Verfügung.

Auf der anderen Seite wird die Fettverbrennung angekurbelt, was an sich ja nicht schlecht ist.



Die Folge:

Moderate Belastungen lassen sich durch die verbesserte Fettstoffverbrennung gut meister.

Für Intensivere Belastungen und erhöhte Hirnaktivitäten werden aber Kohlenhydrate benötigt, die der Körper die aber nicht zur Verfügung stellt. Was dazu führt das du dich Energie- und Antriebslos fühlst und meist intensive Sporteinheiten dir schwerer als sonst fallen.


Alles in allem führt der Mangel an zur Verfügung stehenden Khd dazu, dass der Körper dir Signalisiert, dass du schnell verfügbare Energie benötigst. Das sind, wie kann es anders sein, meist die weniger gesunden Dinge.

Das dein Körper Khd lieber speichert als sie dir zur Verfügung zu stellen liegt übrigens daran, dass es ja zu einer möglichen Schwangerschaft und in dieser zu eine möglichen Nahrungsmittelknappheit kommen könnte. Denn dein Körper befindet sich noch in einer Zeit in der es weder Supermärkte noch Drive In Schalter und Co. gab.



Was kannst du tun?

  • Esse öfter, dafür kleinere Portionen, denn das hilft dir den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Ein tiefer Blutzuckerspiegel begünstigt Heißhunger.


  • Setze auf komplexe Kohlenhydrate. Der Körper benötigt länger um diese zu zerlegen und aufzunehmen. Dadurch steigt Insulinspiegel langsamer und gleichmäßiger an und die Energieversorgung hält länger an.

  • Setze auf Früchte und Gemüse. Habe immer etwas gesundes Griffbereit. So kommst du nicht in Versuchung zu Schokolade und Co zu greifen. Apfel, Banane und Co. lassen sich sehr gut für eine Zwischenmahlzeit für unterwegs einpacken. Auch Rohkostgemüse wie Paprika, Karotte usw. sind sehr gute Begleiter.

  • Fokussiere Magnesium reiche Lebensmittel: Bei vielen Frauen mit PMS ist der Magnesiumspiegel niedriger als in anderen Zyklusphasen. Zudem lindert Magnesium Stress, da es die Überaktivität der Stressachse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden) dämpft. Achte am besten schon ein paar Tage vor der aufkommenden PMS auf die Zufuhr von magnesium reicher Kost wie z.b. Bananen, Haferflocken (diese würde ich generell und jeden Tag empfehlen), Sonnenblumenkerne, Hirse, Grünkohl, etc.

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